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Rückblick Benefizkonzert Sankt Konrad Kirche Lorch am 10.07.2011

Ein Konzert wie ein Gebet


Feierlich und zugleich kontemplativ eröffnete das Akkordeonorcherster Urbach-Plüderhausen-Haubersbronn am Sonntag nach dem Abendläuten das Benefizkonzert für das Kirchendach der katholischen Gemeinde Sankt Konrad in Lorch.
Ein von den Mitgliedern der Lorcher Familie Radler, die allesamt mitwirkten, initiiertes Konzert der etwas anderen Art und ein Novum für die Lorcher Pfarrkirche.
Das Orchester, das zum ersten Mal in der Konradskirche gastierte und sich bereits in einigen Kirchenkonzerten im In- und Ausland einen Namen gemacht hat, konnte auch in Lorch für Gottes Lohn wieder sein Können zeigen.
Die auf den Kirchenraum abgestimmten und von der Dirigentin, Frau Petra Penz, ausgewählten Stücke wiesen zum Teil gebetshaften Charakter auf, was Herr Pfarrer Grießer im geistlichen Impuls aufgriff um die Wirkung des Gebetes genauer zu beleuchten.
Buchstäblich als Quint-Essenz des Orchesters wurde vom Ensemble eindrucksvoll zu Ohren gebracht,
wie virtuose Akkordeonmusik sich anhören muss.
Schön, dass trotz der Vielzahl anderer Veranstaltungen, doch so viele gekommen waren um sich das Können der Akkordeonisten anzuhören. Vor allem Franziska Lendle, die Solistin des Abends zog die Zuhörer in Ihren Bann.
Einer konzertierenden Orgel in nichts nachstehend zeigte Sie, dass auch das volkstümliche Akkordeon durchaus als klassisches Instrument eingesetzt werden kann. Alle Achtung vor so viel Mut und Können.
Vor dem programmtechnisch letztes Stück ließ Hochwürden Grießer durch seine "zauberhafte Assistentin" an die Solistin und die Leiterin des Orchesters Blumengrüße übergeben und bedankte sich mit einer Einladung zum Umtrunk nach dem Konzert bei allen Mitwirkenden und den Zuhörern.
Als kleines "i-Dipfele" und um das Thema des Abends nochmals aufzugreifen, erklang, quasi als Schlussgebet, das alte anglikanische Kirchenlied Amazing Grace in einer etwas moderneren Fassung. Dazu wurde eigens ein Pipe-Sergeant "eingeflogen", der jedoch in enger Verbindung zur Lorcher Kirchengemeinde steht. So endete das Konzert in einer typisch schottischen Symbiose zwischen Great-Highland-Pipe und Orchester.
Und weil langer Applaus gerne von den Aufführenden mit einer Zugabe bedacht wird, zeigte das Akkordeonorchester, dass es auch im Kirchenraum recht schmissig geht.
Bleibt am Schluss nur zu sagen:  Herzliches Vergelts Gott an Spieler und Organisatoren und natürlich an die Besucher,
die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, wieder ein kleines Stück Dach der Kirche Sankt Konrad abzudichten. (BTh)




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